Mein Babylon

05 - 14 Settembre 2012

Rathaus Wien - Arcaden Galerie, Wien

Mein Babylon - Rathaus Wien

 

05 Settembre 2012 - Vernissage

Ilse e Luise Presentazione Margarethe, Renate, Elisabeth ... non cambieranno mai Austria, San Marino, Panama
Presentazione del Vernissage e amici
Maria e Ursula...sembra, ma non sono sorelle Zum Blausteiner in chiusura di serata unico rappresentante italiano Alina (Russia) con autografo/fotografia di nota (??) attrice Austriaca
Chiusura di serata

 

04 Settembre 2012 - BackStage

Rathaus Wien Attraversando i saloni interni Una Seat in corte Inizia il montaggio
Arrivo in corte
Si accendono le luci Si curano i dettagli in esterno pensano i professionisti Preparazione terminata ... domani il vernissage
Installazione

Mein Babylon

Babylon meint den künstlerischen Ausdruck von Unterschieden, von kulturellen Verflechtungen, gelebt von einer "Fremden" in Italien, Ergebnis zweier Mentalitäten, der wienerischen und der italienischen.
Es ist ein altes Thema (in der figurativen Kunst braucht man nur an Gustave Doré und Pieter Bruegel d.Ä. denken), ein Thema, das die Allegorie des menschlichen Traumas darstellt, mit Menschen fremder Sprache nicht kommunizieren zu können.

Die Kaska-Indianer aus Nordamerika erzählen, dass ein heftiger Wind die Boote der Einheimischen auseinander trieb, und als sie wieder zusammen kamen, sprachen sie verschiedene Sprachen; die Hindu-Mythen sagen, dass in der Mitte der Erde ein Baum wuchs, um allen Schatten zu spenden, aber Brahma schnitt seine Äste ab und verstreute sie auf der Erde, wo sie als Wata-Bäume zu sprießen begannen, um Unterschiede in Glauben, der Sprache und Gebräuchen hervorzubringen; in Mittelamerika hört man von einem hohen Turm, vergleichbar dem Turm von Babylon (Babel leitt sich vom Akkadischen bāb-ilim ab, was „Tor der Götter“ bedeutet Der Turm von Babylon sollte bis zum Himmel gehen. Gott zerstörte ihn, wie die Überlieferung sagt, um der Präpotenz des Menschen ein Ende zu setzten, und streute verschiedene Sprachen und damit Unverständnis unter die Menschheit. Strafe oder Bereicherung? Ist die Vielfalt nicht zum Nutzen geschaffen? ... Eine höhere Macht zerstreut und streut zugleich aus, der Wind "Gottes" schmilzt (=fonde), aus dem Verschmelzen oder der Verwirrung (=confusione) entsteht wieder Schmelze (=fusione).

Wenn es keine Worte sind, können es Blitze sein, positive Spannung und Energie, die explodiert und sich in Farbblitzen, Bildern, Skulpturen, Reflexen und Reflektionen wider spiegelt, ein geistiges Babylon, das Formen schafft, die aus Unterbewusstsein und Bewusstwein entstehen, und sich in einer Suche ausdrücken, die anders ist als Worte - Wind, Sturm, der Konfusion, Fusion und Diffusion schafft (=confonde, fonde e diffonde), der zerstreut und Samen streut (=dissemina e semina): Ideen, Visionen, Interpretationen, Gefühle, Leidenschaft und Identität.

Ilse Sanftl (April 2007)

 

Unterschiedlichkeit und Gleichheit

Gleichheit bedeutet, die gleiche Bildung erhalten, die gleiche Entlohnung für die geleistete Arbeit erhalten, es bedeutet im Berufsleben alle Möglichkeiten offen zu haben. Die Gleichheit unter den Völkern bedeutet, dass alle Menschen gleich sind und gleich wertvoll sind, auch wenn sie unterschiedliche Werte haben. Es bedeutet, dass sie die gleiche Würde und die gleichen Grundrechte haben. Gleichheit bedeutet Toleranz und Respekt dem anderen gegenüber.
Alle sind wir gleich und doch wieder unterschiedlich.
Unterschiedlichkeit bedeutet Qualität, Individualität; es beinhaltet auch Respekt. Unterschiedlichkeit bedeutet Reichtum an Kulturen, an Zivilisationen und an Künsten. Die Unterschiedlichkeit ist ein Grundelement der Menschheit.

I.E. Elena Molaroni Berguido
Botschafterin der Republik San Marino in Österreich
Ständige Vertreterin der Republik San Marino bei den Vereinten Nationen